Investitionen  + Zuschüsse der Flughafen Dortmund GmbH

 

Seit 1991 wurden wurden 325 Mio. €

am Airport investiert.

 

Davon wurden 45,5 Mio. € als

Zuschüsse gezahlt. Das waren

rund 14%.

 

Der Ausbau 2000-2001 kostete nach

Aussage des Airports rund 200 Mio. €.

 

Bei 400 Beschäftigten (2009) sind

das Investitionen von 812.000 € pro

Arbeitsplatz!

 

Tabelle siehe unten

 

 

 

Die Zuschüsse wurden stets vor Aktivierung der Investitionen in Abzug gebracht und sind im Anlagevermögen  
nicht enthalten, bzw. müssen daher den Verlusten noch hinzugerechnet werden ... !      

 

auf auf auf        
Grund-   im Bau Zuschüsse   gesammte Zuschüsse
Zuschüsse stücke BGA befindlich Summe Investitionen Investitionen in %
               
1991 3.409.908 0 0 3.409.908 3.656.918 7.066.826 48%
1992 2.264.255 0 327.227 2.591.481 4.570.717 7.162.199 36%
1993 312.026 2.812.105 0 3.124.131 8.113.975 11.238.106 28%
1994 2.567.912 103.566 0 2.671.478 8.693.045 11.364.524 24%
1995 11.180.044 139.573 176.907 11.496.524 13.580.000 25.076.524 46%
1996 140.678 25.565 155.944 322.186 7.327.500 7.649.686 4%
1997 485.127 19.141 0 504.267 11.522.474 12.026.741 4%
1998 333.228 0 4.192.593 4.525.821 33.241.000 37.766.821 12%
1999 0 0 11.340.454 11.340.454 30.627.918 41.968.372 27%
2000 5.061.790 270.985 22.314 5.355.089 80.823.249 86.178.338 6%
2001 0 23.180 0 23.180 41.324.000 41.347.180 0%
2002 0 41.096 0 41.096 11.469.000 11.510.096 0%
2003 0 18.580 0 18.580 5.430.000 5.448.580 0%
2004 0 15.858 0 15.858 2.916.000 2.931.858 1%
2005 0 0 0 0 1.761.000 1.761.000 0%
2006 0 0 0 0 2.930.000 2.930.000 0%
2007 0 70.867 0 70.867 3.428.000 3.498.867 2%
2008 0 0 0 0 8.886.000 8.886.000 0%
               
Summe 25.754.967 3.540.515 16.215.439 45.510.922 280.300.796 325.811.718 14%

 

 

 

(1) Landtag NRW,  Ausschussprotokoll  APr 14/376,  Ausschuss für Bauen und Verkehr 20. März 2007, Düsseldorf

 

Dr. Heike Link (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Abteilung Energie,

Verkehr, Umwelt):

 

(1)"Die Flughäfen in Deutschland erhalten verschiedenste Arten sowohl direkter als auch indirekter

Subventionen. Ihnen ist sicher bekannt, dass dazu auch

 

- Investitionszuschüsse,

- Zuschüsse zu laufenden Kosten,

- zinslose bzw. zinsverbilligte Darlehen,

- Aufstockungen von Eigenkapital und

- Defizitübernahmen  gehören.

 

Auf der Seite der indirekten Subventionen sind die

 

- Mineralölsteuerbefreiung der Luftfahrt,

- die Mehrwertsteuerbefreiung bei grenzüberschreitenden Flügen

- aber auch die Grundsteuerbefreiung von Flughäfen,

- die Möglichkeit, verbilligte Pachten zu zahlen, usw. " zu nennen.

 

Masterplan 2020 zur Entwicklung der Flughafeninfrastruktur, Frankfurt Dezember 2006, Seite 9

"Neubau, Ausbau und Konversationsprojekte sollten nur dann realisiert werden, wenn der Bedarf für eine zivile

Nutzung und die betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit dargestellt werden können".

 

 

Auszug aus:

 

Die Subventionierung von Regionalflughäfen

Vorschläge für eine effizientere Bereitstellung der Infrastruktur

 Wollersheim, 41 Studienkreistagung, Foliensatz, Münster, Januar 2006

 Nach Wollersheim müssten mindestens 42% aller Flughäfen auf Subventionen angewiesen sein.

 

 Er kommt zum Ergebnis, dass zwecks Erhaltung der Mobilität zumindest in Deutschland regionaler

Luftverkehr nicht notwendig ist. „Auf schottischen Inseln kann das anders aussehen“.

 

Die „wirtschaftliche Stärkung der Region durch das Vorhandensein von Luftverkehr  ist ggf. nachweisbar

(Senkung der Arbeitslosigkeit, Erhöhung des Bruttosozialprodukts)“. „Die Effekte sind aber von der tatsächlichen

Verkehrsnachfrage anhängig!“

 

Für eine staatliche Finanzierung spricht er sich nur dann aus, wenn die Kosten niedriger sind als bei einer privaten

Finanzierung.

 

Die Planungshoheit soll der Bund übernehmen, so dass gewährleistet ist, dass ein bedarfsgerechtes Flughafennetz

besteht. So könnten Abzugseffekte (z. B. zwischen Paderborn und Kassel oder Saarbrücken und Zweibrücken) unter

den Flughäfen vermieden werden. Ein optimaler Einsatz von öffentlichen oder privaten Mitteln wäre dann möglich.

 

Folgende Vorschläge werden von Wollersheim genannt:

 

1) Abschaffung der Zuständigkeiten unterhalb des Bundes (Land, Kreis, ...),

    der Bund erhält allein die Planungskompetenz

2) Erhöhung des Wettbewerbs unter den Regionen

3) Änderung der kommunalen Finanzierung

4) Bildung einer Einheit zwischen Flughafennutzer und Flughafenfinanzierer

5) Prüfung von Bau, Ausbau, ... nach Durchführung von Kosten-Nutzen-Analysen

 

Vorschlag 5) ist insofern interessant, weil für den Airport Dortmund eine Studie der IHK Dortmund aus

Aug. 2006 den Nachweis der wirtschaftlichen Stärkung führen will, jedoch eine Kosten-Nutzen-Analyse

fehlt.

 Autor dieser Studie ist ebenfalls Herr Wollersheim vom IVM in Münster!